Zielführende Weiterbildung in drei Phasen

1. Phase: April - Juni
    Erfahrungsaustausch – Wissenstransfer – Projektplanung

In der ersten Phase liegt der Schwerpunkt auf Wissenserwerb und Erfahrungsaustausch. Dazu eignen sich die Teilnehmer im Selbststudium mithilfe eines Readers erste Grundkenntnisse an. Während eines Seminars an der Europa-Universität Viadrina tauschen Sie sich mit den anderen Teilnehmern dazu aus und erhalten vertiefenden Einblick durch ausgewiesene Experten. Anschließend werden Kooperationsmöglichkeiten aufgezeigt und Projektideen weiterentwickelt.

Europa-Universität Viadrina, Frankfurt (Oder), 27. - 29. April 2017

Die Auftaktveranstaltung, bei der die Vermittlung landeskundlichen Wissens im Vordergrund stehen soll, wird an der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt (Oder) stattfinden. Anders als bei universitären Formaten, wie wissenschaftlichen Sommerschulen oder Konferenzen, wird der Schwerpunkt des Projekts in einem ersten Schritt bei der grundlegenden Wissensvermittlung in den landeskundlichen Bereichen Geschichte, Sprache, Politik liegen und in Diskussionen jeweils Bezüge zum aktuellen Kontext hergestellt werden.

Neben der Wissensvermittlung dient ein Workshop während des ersten Treffens dem gegenseitigen Austausch und der Erarbeitung individueller Arbeitspläne anhand folgender Fragen: Welcher konkrete Bedarf an Ukraine-Expertise besteht an meiner Institution? Gibt es bereits Erfahrungen bei der Planung und Organisation bilateraler Projekte? Kann die neue Projektidee auf diesen Erfahrungen aufbauen? Welche Art von Projekten, Publikationen, Veranstaltungen oder Kooperationen erscheinen möglich? Wer könnten geeignete Kooperationspartner sein?

2. Phase: Juni – Dezember
    Dialog – Vernetzung – Projektentwicklung

In der zweiten Phase werden ausgehend von einer Exkursion nach Kyïv entstandene Fragen im Dialog mit Experten vor Ort vertieft und mögliche ukrainische Projektpartner vermittelt. Dabei können die Teilnehmer entstandene Projektideen im Austausch konkretisieren und in der Folge gewonnene Kooperationen intensivieren.

Kyïv, 22. - 25. Juni 2017

Nachdem Wissen und Anregungen zu den wichtigsten aktuellen Diskursen in der Ukraine im Rahmen der Auftaktseminars in Frankfurt (Oder) vermittelt worden sind, gilt es bei einem zweiten Seminar in Kyïv, die erworbenen Kenntnisse durch Treffen mit wichtigen ukrainischen Akteuren aus den Bereichen Politik, Medien, Zivilgesellschaft und Wirtschaft zu vertiefen und in gemeinsamen Workshops und Diskussionen in einen Dialog einzutreten. Der Projektteil in Kyïv geht über das Format einer Exkursion hinaus. Natürlich wird ein individuelles Kennenlernen der Stadt eingeplant, der Schwerpunkt aber liegt in Kyïv beim Dialog: Mit Workshops vor Ort und Treffen mit ukrainischen Verantwortlichen aus Politik (Treffen mit Vertretern von Ministerien und Parteien), Wirtschaft (Vertreter von Fachverbänden, Veranstaltungen in der Industrie- und Handelskammer der Ukraine), NGOs und Medien sollen Ansprechpartner für gemeinsame Projekte gewonnen werden.

Die unterschiedlichen Arbeitsbereiche, welche die Teilnehmer auf deutscher Seite repräsentieren, sollen von ukrainischer Seite gespiegelt werden, um in einem fachspezifischen Erfahrungsaustausch bestenfalls schon eigene Projektideen gemeinsam auszubauen.

Geplant ist außerdem eine Abendveranstaltung, die bestehend aus einer öffentlichen Podiumsdiskussion und einem anschließenden Empfang, Gesprächspartner über das Programm hinaus zusammenführt. Neben ukrainischen Entscheidungsträgern und Multiplikatoren werden dazu auch ausgewählte Vertreter deutscher und internationaler Institutionen im Ausland eingeladen (Vertreter von NGOs, Delegation der Deutschen Wirtschaft in der Ukraine, Korrespondenten).
 

3. Phase: Dezember – Mai
    Kooperation – Projektrealisierung

Die dritte Phase ist konkreten Anwendungsmöglichkeiten und der Umsetzung von Folgeprojekten gewidmet. Dazu werden während der Berliner Gespräche praxisorientierte Kenntnisse im Bereich von binationalen Projekten vermittelt. Die Teilnehmer werden im Anschluss bei der Realisierung ihrer Projektideen von "Ukraine Calling" begleitet.

Berliner Gespräche. Berlin, 07. - 09. Dezember 2017

Das Treffen in Berlin wird einen dualen Charakter besitzen. Dabei wird von Bedeutung sein, die in Kyïv gewonnen Erfahrungen aufzugreifen, um in einem weiteren Schritt mit Hilfe von praxisnahen Workshops die Projektideen weiterzudenken. Damit soll, anders als bei den Modulen der Auftaktveranstaltung in Frankfurt (Oder), weniger die Wissensvermittlung sondern eher der Austausch und die Diskussion in Hinblick auf konkrete Anwendungsmöglichkeiten im Vordergrund stehen.

Dazu werden praxisorientierte Referenten und Multiplikatoren mit Erfahrungen aus dem transnationalen Projektmanagement Workshops geben, die Ansätze vermitteln, wie entstandene Projektideen realisiert werden können. Außerdem sind Diskussionsrunden mit verschiedenen in Deutschland agierenden NGOs geplant (z.B. Europäischer Austausch, MitOst, APOLLO), die schon über langjährige Erfahrung in der Projektarbeit mit ukrainischen Partnern verfügen.

Darüber hinaus wird eine prominent besetzte öffentliche Podiumsdiskussion mit anschließenden Netzwerkgesprächen den Teilnehmern die Möglichkeit geben, die neuen Projektideen bekannt zu machen.

Begleitung der Folgeprojekte

Da der Anwendungsbezug und die Motivation der Teilnehmer, selbst mit eigenen Folgeprojekten mit Ukraine-Bezug aktiv zu werden, einen zentralen Bestandteil des Programmes ausmachen, wird ein Zertifikat nicht mit dem Abschluss der Seminarphase überreicht, sondern erst mit der Leistung eines sichtbaren Beitrags verliehen werden. Vorstellbar sind hier Folgeaktivitäten wie Publikationen, Kooperationen mit ukrainischen Partnern, die Organisation von Veranstaltungen mit Ukraine-Bezug (Runde Tische, Podiumsdiskussionen, Austauschtreffen) bis hin zu konkreten Projektskizzen für Nachfolgeinitiativen (z.B. Hospitationsprogramme, transnationale Workshops), die dank der Unterstützung des gewonnen Netzwerks aus dem Projekt "Ukraine Calling" ermöglicht werden konnten.

 

Übersicht über das Programm des Jahres 2016

Einen vertiefenden Einblick ermöglicht Ihnen das Programm von "Ukraine Calling" des Jahres 2016, das sie hier herunterladen können.